Die Operation des Leistenbruchs
Die
Zeiten, in denen man mit einem Leistenbruch 10 Tage im Krankenhaus
bleiben musste, sind bis auf wenige Ausnahmen endgültig vorbei.
Für privat versicherte Patienten bietet die KLINIK am RING
die Versorgung von Leistenbrüchen bekannt professionell und
in angenehmer Umgebung an. Möglich ist eine kurzzeitstationäre
oder ambulante Betreuung.
Was ist eigentlich ein Leistenbruch?
Ein Leistenbruch entsteht, wenn die Leiste einer Belastung oder
Beanspruchung nicht mehr standhalten kann. Das Problem: Ist die
Festigkeit des Gewebes erst einmal verloren, entsteht nach und nach
ein Loch in der Bauchwand, durch das sich Fett- und Darmanteile
hindurchzwängen können. Schmerzen entstehen meist nur
bei Belastung, und oft bemerkt man nur eine kleine Beule.
Was sind die Ursachen?
Vor allem sind Störungen in der Anatomie der Muskeln und Bänder
schuld, dass die Leiste nicht ausreichend geschützt wird. Liegt
zusätzlich eine so genannte Bindegewebsschwäche vor, erhöht
sich das Risiko deutlich. Druckbelastungen können nicht rechtzeitig
abgefangen werden. Insbesondere Männer sind davon betroffen
und dass schon oft im Kindesalter.
Wie bedrohlich ist ein Leistenbruch?
Ein Leistenbruch kann jahrelang unauffällig sein. Die Gefahr
entsteht erst dann, wenn sich Darmanteile plötzlich einklemmen
und nicht wieder befreien können.
Welche anderen Erkrankungen können Ursache für
Leistenschmerzen sein?
Leistenbeschwerden können von Reizungen der Bänder ausgehen,
wie sie sich häufig nach Fehl- oder Überbelastung einstellen.
Beim Mann ist außerdem die sorgfältige Untersuchung von
Hoden und Nebenhoden wichtig.
Die wichtigsten Operationsmethoden:
Offene Operation (Shouldice-Methode):
Über einen Schnitt in der Leiste werden Haut, Fett, Muskel-
und Bindegewebe durchtrennt, bis der Bruch in der Tiefe freigelegt
ist. Der Bruch wird zurückgedrückt und die Bindegewebs-
und Muskelschichten mit dem Leistenband als natürliche Einheit
verstärkt. Nach 6-10 Tagen kann die Wunde teilbelastet werden.
Eine Vollbelastung ist nach 4-6 Wochen möglich.
Schlüssellochoperation (minimal-invasive Methode):
Über kleine Schnitte im Bauch wird das Bauchfell zwischen den
Darmschlingen geöffnet. Ein Kunststoffnetz wird über den
Bruch gelegt und muss mit Metallklammern im Gewebe verankert werden.
Abschließend wird das Bauchfell vernäht, damit der Darm
sich nicht in den Klammern verfängt. Es dauert einige Zeit,
bis die Leiste wieder belastet werden darf.
Sandwich-Operation (minimal-invasive Methode):
Für den Eingriff wird ein natürlich vorhandener, feiner
Gewebespalt zwischen Haut und Bauchfell genutzt: Statt gesundes
Gewebe zu zerschneiden, werden in diesen Spalt eine Mikrokamera
und Spezialinstrumente eingeführt und damit der Leistenbruch
aufgesucht. Dann wird ein dünnes Netz eingezogen und die natürliche
Architektur der Leistenregion rekonstruiert. Der Körper nimmt
diese Verstärkung an und fixiert das Netz von ganz allein –
Knoten oder gar Metallklammern sind nicht mehr erforderlich. Das
Gewebe erholt sich sehr rasch. Und: der Patient kann sich sofort
belasten.
In der KLINIK am RING wird die Shouldice-Methode bevorzugt. Die
Rezidiv-Quote, d.h. die Chance, dass hier noch einmal ein Leistenbruch
entsteht, ist äußerst gering. Außerdem wird kein
Fremdgewebe eingebracht, das durch Fremdkörperreaktionen empfindliche
Schmerzen oder Unverträglichkeitsreaktionen verursachen kann.
Im Bauchraum entstehen zudem keine Verwachsungen, die ihrerseits
wieder zu langanhaltenden Beschwerden führen könnten.
Unser Zugangsweg über den Leistenschnitt wird an unauffälliger
Stelle gesetzt und nach den Regeln der Plastischen und Ästhetischen
Chirurgie verschlossen. Nach unseren Erfahrung sind diese Vorteile
der Shouldice-Operation äußerst überzeugend.
Über die individuellen Risiken informieren wir Sie gern in
einem persönlichen Gespräch.
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